Björn Wallbaum, Artist // Who is Who guide to the Munich Art Scene

Bjoern Wallbaum Artist-2713

 

Björn ist bildender Künstler.

Er verließ München für einige Jahre und lebte in Berlin verlassen hat, doch jetzt ist er wieder da, ziemlich aktiv sogar! Wallbaum ist u.a. bei der Creative Director bei Lost Weekend, einer neuen Konzept-Buchhandlung in München.

“Kunstwochenende? Dazu kann ich leider gar nichts sagen, da ich die letzten Jahre entweder selbst mit einer Schau vertreten war und deshalb keinen Überblick über die anderen Ausstellungen gewinnen konnte, oder eben nicht in München war.”

“So stelle ich mir das vor: Caipi auf der Straße und tanzen bis in die Nacht, zwischendurch die Ausstellungen von den Anderen besuchen und vielleicht das eine oder andere Gespräch weiterführen, das sich vormals im Rausch verflog; also eher ein lockeres Get-Together.”

“Grundsätzlich ist mir aber die diesjährige “Eventisierung” zwischen dem Filmfest, der Opernfestspiele und dem Kunstwochenende eher unangenehm und nervt gehörig. Die ganze Stadt schaut aus wie ein explodiertes Kasperltheater auf einem Campingplatz und ich empfinde die Menschen noch gehetzter und gestresster als unter “normalen” Umständen.”

“Da stehe ich relativ alleine mit dieser Einschätzung. Ich glaube eben, dass sich dabei gar keine Synergien entwickeln. Die Menschen haben nur 24 Stunden am Tag, und wenn ich in die Oper gehe, kann ich nicht gleichzeitig auf einer Vernissage sein.”

“Die Dynamik Münchens funktioniert ohnehin so wie sie funktioniert, denn ihre Kunstszene ist denkbar klein und recht homogen. Das liegt größtenteils am Verteilungskampf in dieser Stadt, an dem der oder die eine oder andere aus finanziellen Mitteln nicht mehr teilnehmen kann, abwandert oder sich einer anderen Profession zuwendet und bestenfalls daraus weiter Kunst macht.”

“Das sogenannte Cross-Over ist in diesem Sinne weniger ein spielerischer Aspekt dieser Szene sondern ein existentieller Zwang. Aus dem versucht man nun eben das Beste zu machen und es wenigstens lukrativ ausschauen zu lassen. Einerseits blutet damit viel künstlerische Energie aus, andererseits können kunstfremde oder kunstferne Bereiche von den Künstlern profitieren, wenn sie sich ernsthaft darauf einlassen würden. Meiner Erfahrung nach lassen diese Cross-Overs meistens den Künstler verletzt und unterbezahlt zurück.”

– Interview by Maria Inés Plaza Lazo for Reflektor M – 

 
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